Alle ArtikelImmobilien

Umschuldung: wann und wie

Das Redaktionsteam von Finvygo· 5 Min. Lesezeit

Eine Umschuldung kann erhebliche Summen bringen oder gar nichts. Es hängt an drei Grössen und an einigen Kosten, die in der Rechnung oft fehlen. So stellen Sie die Frage richtig.

Was eine Umschuldung lohnend macht

Drei Dinge wirken zusammen: der Abstand zwischen Ihrem heutigen Zins und dem verfügbaren Zins, die Restschuld und die Restlaufzeit.

Der letzte Punkt wird am häufigsten missverstanden. Beim klassischen Annuitätendarlehen fallen Zinsen vorne an: anfangs deckt eine Rate vor allem Zinsen, später vor allem Tilgung. Eine Umschuldung kurz vor Schluss betrifft daher nur einen kleinen Zinsrest, so verlockend der Zinsabstand auch wirkt.

Die Kosten, die dazugehören

Eine Bruttoersparnis bei den Zinsen ist kein Nettogewinn. Je nach Land und Vertrag fallen ganz oder teilweise an: Vorfälligkeitsentschädigung, Bearbeitungsgebühren des neuen Darlehens, Kosten der Besicherung und mitunter Löschungskosten.

Diese Kosten zahlen Sie sofort, die Ersparnis verteilt sich über Jahre. Dieser Versatz führt dazu, dass sich eine scheinbar lohnende Umschuldung erst nach mehreren Jahren rechnet.

Den echten Gewinn schätzen

Die Methode hat drei Schritte. Zuerst die insgesamt noch fälligen Zinsen nach heutigem Plan berechnen. Dann die Zinsen zum neuen Satz über die vorgesehene Laufzeit. Die Differenz ist der Bruttogewinn.

Ziehen Sie davon sämtliche Kosten ab: das ergibt den Nettogewinn. Teilen Sie diese Kosten schliesslich durch die monatliche Ersparnis, und Sie erhalten die Zahl der Monate bis zur Amortisation. Übersteigt sie die Restlaufzeit, lohnt sich der Vorgang finanziell nicht.

Vorsicht bei längerer Laufzeit

Eine Umschuldung, die die Rate durch Verlängerung senkt, kann insgesamt teurer sein, selbst bei niedrigerem Zins: Sie zahlen monatlich weniger, dafür länger.

Beide Ziele sind legitim und gegenläufig: die Gesamtkosten senken oder monatlich Luft schaffen. Entscheiden Sie vorher, welches Sie verfolgen, sonst vergleichen Sie Angebote, die verschiedene Fragen beantworten. Der Kreditrechner von Finvygo lässt Zins und Laufzeit variieren und zeigt die Wirkung auf Gesamtkosten und Nettovermögen.

Eine Umschuldung bemisst sich am Nettogewinn nach Kosten und an der Zeit bis zu deren Amortisation, nie am Zinsabstand allein. Regeln und Kosten unterscheiden sich je Land und Institut: holen Sie verbindliche Angebote ein, bevor Sie entscheiden.

Bereit, die Kontrolle über Ihr Vermögen zu übernehmen?

Treten Sie Finvygo kostenlos bei und beginnen Sie, alle Ihre Vermögenswerte an einem Ort zu verfolgen.

Kostenloses Konto erstellen